Wo bleibt das Licht?

Irgendwann im Januar ereilt es mich immer: Ich habe die Dunkelheit satt. Und zwar so richtig. Wo bleibt das Licht? Ich möchte endlich wieder mehr Tageslicht sehen! Vor allem morgens, denn da laufe ich ja meist. Besonders, wenn die Weihnachtsferien vorbei sind, ist die Umstellung auf dunkle Morgenläufe wieder hart. Schließlich konnte man in den Ferien ja irgendwann am Tag laufen – also natürlich in der Regel dann, wenn es hell war oder zumindest während des Laufs hell wurde. Während der Schulzeit im Alltag geht das in der Regel nicht.

Mit dem ersten Schultag im Jahr ist das schöne Läuferleben im Hellen also wieder schlagartig vorbei. Zwar arbeitet sich rein rechnerisch das Tageslicht ja schon seit mehr als zwei Wochen von Tag zu Tag je ein oder zwei Minütchen vor – aber das merkt man erst einmal nur am Nachmittag. Morgens bleibt es einfach finster. Und ist es seit gefühlten Ewigkeiten. “Blöder dunkler, grauer Winter”, murre ich dann schon mal gerne. Obwohl ich den Winter und das Laufen bei kalten Temperaturen eigentlich wirklich besonders liebe.

Dieses Bild zeigt die Dunkelheit
Eine gute Stirnlampe hilft, die Dunkelheit zu mildern.

Einen Winter lang bin ich im Dunkeln gar nicht gelaufen. Nicht, weil ich keine Lust hatte auf die Dunkelheit, sondern weil ich im Winter davor so richtig auf die Nase gefallen bin. Und zwar am dunkelsten Punkt meiner damaligen Hausrunde, irgendwo im Wald. Rutschende Stirnlampe, unkonzentriert – und patsch! Blutiges Kinn, blaue Knie und auch im Nachhinein ein bisschen Panik mit blödsinnigen Gedanken: Was hätte alles passieren können?

Deswegen habe ich mir in diesem Winter eine neue Stirnlampe gekauft. Die hat, anders als die alte, vorne an der Stirn das Licht und hinten den Akku. Sitzt bombenfest, man braucht also nicht während des Laufs daran rumzuppeln. Lotta hat ein kleines, aber stark leuchtendes Lämpchen bekommen, das an ihrem Laufgeschirr befestigt ist. So sind wir seit ein paar Wochen gut sichtbar und sicher in der Dunkelheit unterwegs. Das macht das Laufen in der Dunkelheit wenigstens erträglich. Und, da bin ich ganz sicher, das Licht kommt wieder! Minütchen für Minütchen, jeden Tag ein bisschen mehr …

2 Gedanken zu „Wo bleibt das Licht?“

Was meinst Du dazu?

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.