Archiv für den Monat: März 2018

Auf der letzten Rille erwischt!

Nun hat es mich doch noch zerlegt. Nein, nicht beim Skifahren in der vergangenen Woche im Zillertal. Da ging alles gut, es war wunderschön und alle sind heil geblieben. Aber: direkt im Anschluss hat mich doch noch eine Erkältung erwischt. Auf der letzten Rille des Winters hat sich hinterlistig ein Virus oder Bakterium angeschlichen und mich heimtückisch attackiert. Hust, schnief, schneuz. Zur Arbeit hab ich mich gequält (alle Termine abgesagt, um keinen anzustecken), aber Laufen war natürlich gar nicht möglich. Obwohl ich es so dringend gewollt hätte! Schließlich war Lotta während des Skifahrens wieder mehr als eine Woche lang im Hundehaus Hemmingen und wir haben sie alle vermisst. Und ich bin ja auch während der Skiwoche nicht gelaufen.

Mein Mann übrigens schon. Unser Kleinster hat zwar schon zwei Stunden am Tag auf den Brettern gestanden. Aber in der übrigen Zeit musste sich jemand aus der Familie um ihn kümmern. Da ich fast so gerne Ski fahre wie laufe, hat das meist dankenswerterweise mein Mann übernommen. Als Ausgleich durfte er dann spätnachmittags an der Ziller entlanggelaufen, mal in die eine und mal in die andere Richtung. Ganz schön anstrengend! Fieserweise nämlich lag unser Ferienhaus in Fügen fast ganz oben im Dorf… HIhi. Gut für die Beine.

Nun aber will ich, wenn ich ganz auskuriert und fit bin, schnell wieder auf die Strecke. Natürlich mit Lotta. Schließlich will ich doch den Halbmarathon beim Hannover-Marathon mitlaufen (Mist, das geht wieder nur ohne Lotta!) und in der Heimatstadt nicht ein völlig desolates Ergebnis abliefern!

Begegnungen

Juhu, wieder ein Morgenlauf! In den wunderbaren Frühlingsmorgen und die Dämmerung hinein, mit superbraver Lotta an der Leine – kann es etwas Schöneres geben? Ich glaube nicht. Auch gestern und vorgestern waren wir wieder unterwegs, allerdings am frühen Vormittag am Kanal.

Sigi und Lotta am Kanal

Endlich wieder unterwegs: Sigi und Lotta beim Vormittagslauf am Kanal

Heute hatten wir, obwohl früh unterwegs, zwei Begegnungen: Etwa auf halber Strecke kam langsam ein Auto von hinten. Das kommt nur selten vor, schließlich laufen wir im Landschaftsschutzgebiet. Nur Jäger und Landwirte sind berechtigt, dort zu fahren. Heute war es ein Landwirt. Er überholte uns (dazu setze ich Lotta immer am Rand des Wegs hin) und blieb ein paar Meter weiter stehen, um auszusteigen.

Hm. Wir zogen also unsererseits am Auto  vorbei – wir wollten ja nicht ewig warten! Der Landwirt stiefelte ein paar Meter aufs Feld, verschaffte sich wohl einen Überblick über die Lage und stieg wieder ins Auto ein. Natürlich holte er uns wieder ein, ich setzte Lotta hin, er fuhr vorbei und blieb kurz darauf stehen. Wir also wieder am Auto vorbei … Das Spielchen wiederholte sich fünf Mal – inzwischen begrüßten der Landwirt und ich uns schon wie alte Freunde. Sehr nett.

Etwas später begegneten wir einer Läuferin, die wir schon sehr oft getroffen und doch nicht wirklich gesehen haben. Auch sie ist immer frühmorgens unterwegs, aber immer alleine und immer komplett unbeleuchtet, auch in der Dunkelheit, komplett schwarz gekleidet. Nicht mal reflektierend! Ehrlich: Das wäre mir zu riskant. Vor allem wegen des eigenen Verletzungsrisikos. Aber auch, weil die Gegend wirklich einsam ist. Mit Lotta am Bauch – kein Problem. Aber als Frau mutterseelenallein? Nee.

Sie läuft kerzengerade und trägt ihre Haare als hoher Turban auf dem Kopf. Sieht total witzig aus. Heute also das erste Mal im Hellen und – als passe sie sich der Helligkeit an – sie trug eine weiße Laufjacke! Wir grüßten uns interessiert, und schwupps, waren wir schon aneinander vorbei. Bin gespannt, wann und wie ich ihr wieder begegne!

 

Laufpause

Was soll ich sagen: Die Gefrierschrank-Temperaturen bis – 12 Grad Celsius haben mir den Garaus gemacht. Ich bin seit vergangenen Sonntag nicht mehr gelaufen. Das ist sensationell, ehrlich! So eine lange Laufpause habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht. Und dann nur verletzungs- oder krankheitsbedingt. Ermüdungsbruch im linken Bein: drei Monate nur Schwimmen. Achillessehnenentzündung am rechten Fuß: vier Wochen Pause, anschließend gedeckeltes Training von maximal 15 Kilometern – pro Woche! Ahh, das war schwer. Aber freiwillig? Never. Ever.

Doch als wir auf Malta bei Wetteronline auf die Voraussage geschaut haben, war für mich klar: Das ist nichts für mich. Das ist mir echt zu kalt. Ich legte mir auch eine Rechtfertigung parat. Schließlich ist so eine Höchstleistung (ja, für mich schon!) wie am Sonntag auch eine große Belastung für den Körper. Er muss sich regenerieren. Erst kürzlich hat mir meine Freundin erzählt, dass mit zunehmendem Alter (ach ja, das auch noch) auch die Regenerationspausen zunehmen sollten. So. Perfekt, wenn diese Phase mit so einem Sch…wetter zusammenfällt.

Also. Mein Körper regeneriert sich gerade hervorragend, um mit steigenden Temperaturen morgen wieder ins Training einzusteigen. Ich fühle es geradezu mit jedem Tag. Und Lotta? Die kam natürlich trotzdem auf ihre Kosten. Zum Beispiel mit ausgedehnten Spaziergängen am fast zugefrorenen Mittellandkanal (Was mache ich eigentlich, wenn mein Hund da draufgeht und einbricht?? Kein schöner Gedanke, ist also zu vermeiden …)