Archiv für den Monat: Oktober 2017

Wolfsbegegnung – was nun?

Nun habe ich die Zeit gefunden, mich mit dem Thema Wolfsbegegnung mit Hund zu beschäftigen. Zunächst einmal: Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den funkelnden Augen um einen Wolf gehandelt hat, ist sehr sehr sehr sehr … gering. Eigentlich unmöglich. Wir leben in keinem ausgewiesenen Wolfsgebiet wie zum Beispiel der Lüneburger Heide. Wir leben am Stadtrand von Hannover, dort ist noch nie ein Wolf gesichtet worden.

Wären Lotta und ich in der Lüneburger Heide unterwegs gewesen, so hätte ich mich folgendermaßen verhalten müssen:

  • Lotta zum Laufen grundsätzlich an die Leine nehmen und auch nicht auf freiem Feld losmachen (das mache ich eh nie, schon gar nicht, wenn ich im Dunkeln unterwegs bin), da Wölfe territorial sind und ihr Revier verteidigen
  • sofort stehenbleiben, auf keinen Fall weiterlaufen
  • Lotta ganz nah zu mir holen und darauf achten, dass sie nicht von sich aus auf den Wolf losgeht (was gar nicht so einfach sein könnte …)
  • laut rufen oder in die Hände klatschen, um den Wolf in die Flucht zu schlagen
  • langsam rückwärts weggehen

In meiner Recherche bin ich auf die Wolfsexpertin Elli Radinger (www.elli-radinger.de) gestoßen. Ich habe mir gleich ihren Newsletter bestellt, weil mich Wölfe schon faszinieren, seit ich vor einigen Jahren einmal selbst ein Wolfsgehege betreten durfte. Natürlich für den Job – ich habe ein Portrait über den Wolfsexperten Matthias Vogelsang (www.wolfsliebe.de) geschrieben. Wölfe sind wunderbare Tiere, aber sie sind wild und Raubtiere. Deswegen hoffe ich, dass ich in freier Wildbahn NIE vor einem Wolf stehen werde. Schon gar nicht mit Lotta an der Leine.

Funkelnde Augen

Morgenläufe sind der Hit! Das denke ich fast jeden Morgen, wenn ich von meinem Morgenlauf mit Lotta nach Hause zurückkehre. Frisch, vergnügt, verschwitzt, stinkend – und immer glücklich. Fast immer bringe ich ein Erlebnis mit, das sich die verschlafen am Frühstückstisch sitzende Familie natürlich gleich brandheiß anhören muss. Ob sie will oder nicht.

Heute zum Beispiel war es folgende: Ich trage eine sexy Stirnlampe, da ich frühmorgens auf komplett unbeleuchteten und zum Großteil nicht befestigten Wegen unterwegs bin. Die habe ich meist vor mir auf den Weg gerichtet, hin und wieder gucke ich damit aber auch auf die Felder rechts und links. Huch! Von links funkelte da heute plötzlich etwas zurück – ein Augenpaar! Einfach stur weiterlaufen, sagte meine innere Stimme, während mich die Augen starr fixierten. Kein Geräusch, nur Lottas gleichmäßiges Tapsen und meine Schritte waren zu hören.

Dass in etwa zehn Metern Entfernung ein großes Tier am Wegesrand stand, war mir sofort klar. Aber was für eines? Rehe gibt es hier etliche, auch Hirsche, Feldhasen, Füchse, Kaninchen. Oder doch ein Wolf, die breiten sich doch immer weiter aus …, fuhr es mir kurz durch den Kopf. Aber in dem Moment waren wir schon daran vorbei, das Tier war reglos stehengeblieben.

Lotta hatte nichts bemerkt, der Wind schien aus der anderen Richtung gekommen zu sein, sie hatte keine Witterung aufgenommen. Hm. Aber was hätte ich gemacht, wenn es tatsächlich ein Wolf oder ein wilder freilaufender anderer Hund gewesen wäre? Dem werde ich nachgehen, versprochen. Wofür bin ich denn Journalistin? Das wird sich schon herausfinden lassen. Wenn ich es weiß, schreibe ich es in meinem nächsten Post auf.

Das sind wir

Laufen_an_der_Leine – das sind Lotta und ich. Lotta ist unsere wunderschöne Wäller-Hündin. Und ich, auf der anderen Seite der Laufleine, bin Sigi. Seit vielen Jahren laufe ich, seit Lotta alt genug ist, um mitzulaufen, ist sie fast immer treu an meiner Seite. Darüber, was wir miteinander erleben, erzählt dieser Blog.

Das sind Lotta und Sigi

Das sind Lotta und Sigi